Thilo Hirsch begann seine musikalische Ausbildung am Richard Strauss Konservatorium/ München mit einem Musikstudium in den Fächern Waldhorn und Viola da gamba. Nach dem Diplom wechselte er an die Schola Cantorum Basel um dort im Rahmen eines Aufbaustudiums Viola da gamba bei Christoph Coin (Diplom 1995, Diplomarbeit: Das "cantar alla viola" im 16. Jahrhundert) und Gesang als Hauptfach bei R. Levitt und Kurt Widmer zu studieren. Hier wirkte er in Konzerten und Theaterproduktionen von Anthony Rooley, Joshua Rifkin und Rene Jacobs als Gesangssolist und Gambist mit. 1991 gründete Thilo Hirsch das ensemble arcimboldo, 1996 das TEATRO ARCIMBOLDO, mit welchem er schon zu zahlreichen europäischen Festivals eingeladen wurde. 
          Neben seiner solistischen Tätigkeit unterrichtet Thilo Hirsch regelmässig auf Kursen für Alte Musik. Sein Interesse für seltene Streichinstrumente führte dazu, dass er zusätzlich sowohl das von Haydn so geschätzte Baryton, als auch Tromba Marina spielt. 
          Seit 1992 wurde er für Konzerte, CD- und Rundfunkaufnahmen unter anderem von Michel Corboz (Ensemble Vocal Lausanne), Ensemble TURICUM, Parthenia Vocal, Basler Madrigalisten, Tölzer Knabenchor, Singknaben Solothurn und dem Gulbenkian Choir/Lissabon verpflichtet. Seine Konzertreisen und Tourneen führten Thilo Hirsch schon durch ganz Europa und nach Nordamerika. 

Agnieszka Kowalczyk, in Polen geboren, begann ihre Gesangskarriere als Solistin des Jugendchores "Alla Pollaca", mit dem sie auch in vielen Opernproduktionen am Warschauer National Theater mitwirkte. Gleichzeitig nahm sie privat Gesangsstunden. 1993 schloss sie mit dem Lehrdiplom (Prädikat "sehr gut") das Studium an der Musikschule Warschau ab. Danach kam sie nach Basel um sich auf den Bereich der Alten Musik zu spezialisieren. Sie studierte in der Gesangsklasse von Richard Levitt und René Jacobs, und nahm an Meisterkursen von Emma Kirkby, Jessica Cash, Evelyn Tubb, Nigel Rogers und Anthony Rooley teil. Bereits als Studentin wirkte sie in zahlreichen Konzerten und Rundfunkproduktionen in der Schweiz, Deutschland, Belgien, Brasilien und Polen mit. Agnieszka Kowalczyk ist Mitglied des Vokalensembles "Voce Poetica", mit welchem sie 1997 den "7th International Young Artist's" Wettbewerb in York (GB) gewann. 

Die gebürtige Schwedin Sara Bilén studierte in Vaxjö bei Sylvia Mang-Borenberg. Weitere Studien führten sie nach Wien, wo sie sich u.a. bei David Lutz weiterbildete und ihr Konzertdiplom mit Auszeichnung bestand. Zur Zeit macht sie ein vertiefendes Studium für Barockmusik an der Schola Cantorum Basiliensis bei Ulrich Messthaler. In ihrem Heimatland erhielt sie für ihre Tätigkeit ein Stipendium der Uppvidinge Kommun und das Kulturstipendium der Kronobergs Län och Landsting. Sara Biléns Repertoire umfasst Oper, Operette, Lied, Sakralwerke wie auch zeitgenössische Musik.

Monika Barmettler, (Mezzosopran/ Alt) begann nach Abschluss ihres Sprachstudium an der Universität Basel ihre Gesangsausbildung zunächst bei Heidi Wölnerhanssen. Ihre musikalische Weiterbildung führte sie zu Vera Rosza nach London. Sie besuchte Meisterkurse bei Silvia Isenberg und hatte Unterricht bei Barbara Sutter/ Zürich. Aus Liebe zur Literatur studierte sie einige Semester Sprechwissenschaft und liess sie sich vom Schauspieler Henning Köhler zur Sprecherin ausbilden.  Monika Barmettler gibt zahlreiche Liederabende und musikalisch- literarische Soireen und wirk regelmässig als Solistin in Oratorien, Konzerten und Opernaufführungen mit.

Raphaël Favre (Tenor) wurde in La Chaux-de-Fonds geboren. Zunächst studierte er Gesang mit Marie- Lise de Montmollin. Weitere Studien bis zum Lehrdiplom erfolgten in seiner Heimatstadt. Zurzeit bildet er sich bei Christoph Prégardien an der Musikhochschule Zürich fort. Seine Vorliebe sind Lied und Oratorium. Kürzlich führte er unter anderem folgende Werke auf : C-moll Messe von W.A. Mozart, Marien-Vesper von C. Monteverdi, verschiedene Kantaten von J.S. Bach, Theresienmesse von J. Haydn, Stabat Mater von D. Scarlatti, Gargantua chez les helvètes du Haut-Valais von J. Wyttenbach, usw. Ebenfalls war er an Festspielen verschiedener Länder Europas unter der Leitung von Michel Corboz, Graham O’Reilly, Philippe Krüttli, Peter Siegwart und Gonzalo Martinez zu hören. Zur Ergänzung seiner Aktivitäten singt er in verschiedenen Ensembles mit, so z.B. im Ensemble Vocal de Lausanne, Ensemble européen William Byrd, La Sestina und Ensemble Orlando Fribourg.

Peter Zimpel (Bass), in Frankfurt am Main geboren, studierte zunächst Orgel bei Prof. K. Maureen am Konservatorium in Augsburg; darauf folgte das Studium für historische Tasteninstrumente an der Schola Cantorum in Basel bei Jean-Claude Zehnder. Zur gleichen Zeit begann er dort seine Gesangsstudien bei K. Widmer und R. Jacobs. Nach dem Orgelkonzertdiplom mit Auszeichnung setzte er seine Gesangsausbildung bei S. Hasselhoff und B. Schwarzbach fort. Ergänzende Interpretationsstudien bei Barbara Schlick und Anthony Rooley haben ihn zunächst spezialisiert auf die Musik vor 1800. In diesem Zusammenhang tritt er als Solist im Oratorienbereich mit verschiedenen bekannten Ensembles "alter Musik" auf : beim Utrechter Festival für alte Musik und in Herne mit der Rheinischen Kantorei/ H. Max; beim internationalen Bodensee- Musikvestival; Konzerte und mehrfach ausgezeichnete Plattenaufnahme der Marienvesper von Cavalli mit Concerto Palatino/ B.Dickey, sowie der geistlichen Werke von M. Praetorius mit Musica Fiata/ R.Wilson. Peter Zimpels reiche Konzerttätigkeit erstreckt seit einigen Jahren auch auf das klassische und moderne Repertoire des Oratoriums und im Besonderen auf das deutsche Klavierlied. Konzerte in Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Tschechien, Island und Frankreich.

Agileu Motta ist in Brasilien geboren. Nachdem er sein Gitarrenstudium an der Musikhochschule in Sao Paolo 1985 abgeschlossen hatte, ging er in die Niederlande. Dort widmete er sich am königlichen Konservatorium in Den Haag, bei Toyohiko Satoh, dem Studium alter Zupfinstrumente wie Vihuela da mano, Renaissance- und Barocklaute, Theorbe und Arciliuto. Hier erwarb er sowohl das Lautenkammermusik-Zertifikat als auch das Solistendiplom "Uitvoerendend Musikus". Von 1989 bis 1994 führte er ein Aufbaustudium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Hopkinson Smith durch. Neben seiner solistischen Tätigkeit wirk Agileu Motta regelmässig bei Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit, und spielt in verschiedenen Orchestern und Ensembles für alte Musik wie z.B.: "Les Musiciens du Louvre" (Frankreich), "Currende" (Belgien), "Akademia" (Frankreich), "Retrover" (Finnland), "Les Flamboyants" (Schweiz).

Masako Fujimura, geboren in Kyoto, Japan, begann mit dem Harfenspiel nach einer langjährigen Klavierausbildung. Nach ihrem Studium an der Universität studierte sie frühe Harfe  (Fingernageltechnik) bei William Taylor in Schottland in den Jahren 1997/98 und begann anschliessend ihr Studium an der Schola Cantorum in Basel, wo sie sich auf die Renaissanceharfe mit Schnarrhaken spezialisierte. Im Jahr 2000 begann sie, Barockharfe zu spielen, sowohl Continuo als auch Solo, und studiert jetzt weiter bei Heidrun Rosenzweig. Sie blickt auf eine rege Konzerttäigkeit in der Schweiz, in Deutschland, Italien, England, Belgien und Japan. Desweiteren rief sie einige einzigartige Projekte ins Leben. Sie hat an Aufnahmen mit dem New London Consort (Frottole), mit Luca Scandali und Stefano Molardi (Musik von Trabaci) mitgewirkt.

Die Lirone-Spielerin Brigitte Gasser studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall und erhielt ihr Diplom 1990. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Musikerin und konzertiert mit verschiedenen Solisten und Ensembles in ganz Europa. Ihr stilistisches Repertoire reicht vom 15. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Daneben unterrichtet sie auch seit vielen Jahren. Sie wirkte bei zahlreichen Radio- und Plattenaufnahmen mit, etwa mit dem von ihr mitgegündeten Concerto di Viole und The Earle his Viols, dem Ensemble Ferrara, dem Concerto Vocale, dem Parlement de musique und dem Ensemble Daedalus, und war an Opernprojekten im Grand Théâtre in Genf, im Theater Basel und an den Festspielen in Innsbruck beteiligt. Neben ihrer Arbeit mit stilistisch getreuen Kopien von Gambeninstrumenten des 16. bis 18. Jahrhunderts ist sie fasziniert vom Klang und den harmonischen Möglichkeiten der Lirone als Continuo- Instrument.

Philip Tarr studierte Barockpauken mit Dieter Dyk (Solopauker des Tonhalle Orchesters, Zürich). Seit dem Alter von 9 Jahren ist er regelmässiger Pauker im Trompetenensemble seines Vaters Edward Tarr. Er ist spezialisiert auf die Spiel- und Verzierkunst ("Schlagmanieren"), mit der die virtuosen Pauker zur Barockzeit ihre Zuhörer in Bann hielten. Regelmässige Auftritte mit führenden Trompetern (Jean-François Madeuf, Marc Ullrich, Igino Conforzi, Guillaume Jehl, Guy Ferber, usw.) und Barockensembles. Tarr unterrichtet Barockpauken an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis (Basel) und hat Meisterklassen an den Konservatorien in Basel und Lausanne geleitet. Er wirkt mit auf 10 CD Aufnahmen. Tarr forscht auf dem Gebiet der Aufführungspraxis und dem Nachbau von historischen Pauken und anderen Schlaginstrumenten, z.T. in Zusammenarbeit mit Thilo Hirsch und dem Kupferschmied Walter Hauser (Glarus). Die Kritik bemerkte sein "hervorragendes" (Berliner Morgenpost), "ausgezeichnetes" (Brass Bulletin), "prächtiges" (NZZ), "musikalisch exquisites" (Basler Zeitung), "absolut spektakuläres" (International Trumpet Guild News) Paukenspiel im Konzert. Tarr ist auch Doktor der Medizin und Facharzt für Infektionskrankheiten. Er wohnt momentan mit seiner Frau und 2 kleinen Töchtern in Lausanne.

Michael Bürgin, Komponist geboren in Basel, lebt in Basel. Kontrabassist, Barockbassist, E-Gitarrist, Komponist, Bürgin ist Absolvent des Musikkonservatoriums Basel mit Lehr- und Orchesterdiplom, künstlerisch-pädagogischer Reifeprüfung sowie Konzertreifediplom. Kompositionsstudium bei Hans Feigenwinter. Er wirkt in zahlreichen Ensembles mit, z.B. Camerata Bern, Basler Kammerorchester, Capriccio Basel, IGNM Basel, Basler Sinfonieorchester und TEATRO ARCIMBOLDO. Seine Werkliste reicht von Janina Musik für ein Marionettentheater, über Marlene songs als Bearbeitung für Sängerin und Kontrabass, Fünf Streichquartetten über Schweizer Chansons für Michael von der Heide bis zu einer Klaviersonate Tales from the brave Knight Tamriko, seinem Violinkonzert für Michael Weibel, Death & fame nach Gedichten von Allen Ginsberg für den Europäischen Musikmonat 2001 zu Kompositionen für Tanztheater wie Zeit für Salvo O oder Rhythm changes für Norbert Steinwarz und seiner Solo CD Bighead.

 

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